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Barsinghausen will künftig zwei Feld- und Forsthüter einsetzen

Barsinghausen. Die Stadt Barsinghausen plant, künftig zwei statt nur einer Person als Feld- und Forsthüter einzusetzen. Hintergrund sind Erfahrungen aus der bisherigen Praxis, die gezeigt haben, dass Einsätze im Außendienst mitunter schwierige Situationen mit sich bringen können. Darüber informiert eine Beschlussvorlage der Verwaltung für die politischen Gremien.

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Mehr Sicherheit bei Kontrollen im Außendienst

Die Aufgaben der Feld- und Forsthüter umfassen unter anderem die Kontrolle der Vorschriften des Niedersächsischen Waldgesetzes. Dazu gehören beispielsweise die Überwachung der Leinenpflicht, Regelungen zum Betreten von Waldflächen, das Verbot von Camping oder das Befahren und Reiten in Wald und Landschaft. Ziel ist es, den Feld- und Forstschutz durch eine sichtbare Präsenz vor Ort zu stärken.

Nach Angaben der Verwaltung habe sich gezeigt, dass es bei Kontrollen immer wieder zu herausfordernden Situationen kommen könne. Durch den Einsatz von zwei Personen sollen die Arbeitssicherheit verbessert, gegenseitige Unterstützung ermöglicht und die Dokumentation von Verstößen erleichtert werden. Zudem erhöhe sich die Einsatzfähigkeit bei Krankheit oder Urlaub. Eine ähnliche Vorgehensweise werde bereits in Nachbarkommunen praktiziert.

Zwei Stellen mit jeweils rund 4,5 Wochenstunden

Bislang war die Tätigkeit als nebenberufliche Beschäftigung mit rund vier Wochenstunden vorgesehen. Künftig sollen zwei Personen die Aufgabe übernehmen. Geplant ist ein Gesamtumfang von 0,25 Vollzeitstellenanteilen, was jeweils etwa 4,5 Wochenstunden entspricht. Die Stellen sollen nach Entgeltgruppe 5 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) vergütet werden.

Höhere Kosten, aber klare Empfehlung der Verwaltung

Mit der Ausweitung steigen auch die Kosten. Während bislang rund 3.000 Euro pro Jahr für die Tätigkeit anfielen, rechnet die Verwaltung künftig mit etwa 6.750 Euro jährlich. Hinzu kommen Ausgaben für Dienstausstattung, Dienstkleidung und Ausweise.

Trotz der höheren Kosten empfiehlt die Verwaltung ausdrücklich, zwei Stellen auszuschreiben. Ein Verzicht auf die Wiederbesetzung werde nicht empfohlen, da die Aufgaben des Feld- und Forstschutzes weiterhin bestehen und eine sichtbare Präsenz im Außendienst zur Prävention und Aufgabenerfüllung beitrage.

Über die Anpassung der bisherigen Beschlusslage beraten zunächst der Ordnungsausschuss, anschließend der Finanzausschuss, der Verwaltungsausschuss und schließlich der Rat der Stadt Barsinghausen.

Eskalation im Deister - Ein Rückblick:

Am vergangenen 1. Advent kam es im Deister und in der Barsinghäuser Innenstadt zu Zwischenfällen zwischen Forsthütern und einer Gruppe Mountainbikern. Die Situation eskalierte so weit, dass es zu Auseinandersetzungen kam. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft zu dem Fall. Der damalige Feld- und Forsthüter kündigte nach den Ereignissen, weshalb die Stelle neu ausgeschrieben wurde.

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