Barsinghausen. Barsinghausen setzt seine Unterstützung für die ukrainische Partnerkommune Kovel fort: Nachdem im Sommer bereits ein gemeinsamer Hilfstransport mit der Samtgemeinde Nenndorf in die beiden ukrainischen Partnerkommunen Turisk und Kovel unterwegs war, hat die Barsinghäuser Stadtverwaltung nun einen weiteren Lastwagen mit Hilfsgütern in die Westukraine geschickt. Der aktuelle Transport umfasst rund 33 Paletten mit dringend benötigten Verbandmaterialien, Bekleidung, Nahrungsmitteln sowie weiteren Gütern, die in Kovel benötigt werden.
„Wir gehen mittlerweile in den dritten Kriegswinter. Angesichts der Dauer der Kampfhandlungen und der angespannten Situation im gesamten Land ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, den Menschen in Kovel immer wieder zu verdeutlichen, dass sie nicht allein in ihrer Not sind“, betont Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof. In einem Begleitbrief an seinen Amtskollegen Igor Chaika bringt er die enge Verbundenheit mit der Partnerstadt und deren Bevölkerung zum Ausdruck. Umso größer sei seine Freude darüber, dass der Hilfskonvoi noch vor Weihnachten auf den Weg gebracht werden konnte.
Erfreut zeigt sich der Bürgermeister zudem darüber, dass für die neuerliche Hilfslieferung Fördermittel der „Servicestelle Kommunen in der einen Welt“ (SKEW) bewilligt wurden. „Der Transport wird mit bis zu 5.000 Euro gefördert“, ergänzt Stabsleiter Benjamin Schrader, der sich um die Unterstützung bemüht hatte. „Wir gehen davon aus, dass damit alle anfallenden Aufwendungen gedeckt werden können.“
Der Großteil der Hilfsgüter wurde vom Verein International Children Help mit Sitz in Rinteln, dem Barsinghäuser Verein Kinderhilfe Ukraine um die Vorsitzende Lilli Bischoff sowie von der Stadtverwaltung Barsinghausen gesammelt. Tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung und Beladung des Lastwagens leisteten zudem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Vereine wie die Kinderhilfe Ukraine und International Children Help unterstützen. Ohne diese Hilfe wären die Transporte nach Kovel nicht zu realisieren“, sagt Henning Schünhof.
Auch in den kommenden Monaten soll die Hilfe fortgesetzt werden: Weitere Hilfstransporte nach Kovel sind bereits geplant. Dafür hat die Stadt Barsinghausen erneut Fördermittel bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beantragt. „Die GIZ stellt uns und unserer Partnerstadt für den Wiederaufbau Güter im Wert von rund 60.000 Euro zur Verfügung“, erklären Bürgermeister Henning Schünhof und Stabsleiter Benjamin Schrader. Ziel sei es, bis zum Sommer unter anderem Multisportanlagen und Fitnessgeräte für Erwachsene nach Kovel zu liefern und damit einen weiteren Beitrag zum Wiederaufbau zu leisten.

