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Abriss der Grundschule Am Castrum: Kinder öffnen Zeitkapsel aus dem Jahr 1963

Fund bei Abrissarbeiten: Schüler und Bürgermeister Losert öffnen Zeitkapsel der alten Grundschule.

Gehrden. In Gehrden hat ein aufmerksamer Baggerführer bei den aktuellen Abrissarbeiten an der alten Grundschule Am Castrum eine besondere Entdeckung gemacht. In den Fundamenten des Gebäudes fand er die Zeitkapsel, die zur Grundsteinlegung am 5. September 1963 eingemauert worden war. Heute hat Bürgermeister Malte Losert gemeinsam mit Kindern der Grundschule Am Castrum die Kapsel geöffnet.

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Während die Abrissarbeiten an der alten Schule laufen, trafen sich die Grundschulkinder und der Bürgermeister am aktuellen Standort der Schule, um die Zeitkapsel aus dem Jahr 1963 gemeinsam zu öffnen. Mit großer Begeisterung zogen die Kinder die ersten Gegenstände aus der geöffneten Kapsel. Darunter befanden sich ein alter Stadtplan von Gehrden sowie Zeitungen vom 5. September 1963 – dem Tag der damaligen Grundsteinlegung.

Doch dann klemmte der restliche Inhalt in der verbeulten Metallkapsel fest. Bürgermeister Losert versuchte vorsichtig, an den Papieren zu ziehen. Schließlich wussten sich die Kinder zu helfen: Der Hausmeister musste her. Mit Muskelkraft und „schwerem Gerät“ gelang es ihm, die Kapsel weiter zu öffnen, sodass die Kinder ihre Zeitreise fortsetzen konnten.

Im Inneren befanden sich außerdem die Baubegründung, eine Baubeschreibung sowie Baupläne der damaligen Schule. Auch das Buch „Stadt Gehrden – Entwicklung und Schicksale einer Calenberger Kleinstadt“ von August Kageler kam zum Vorschein. Schließlich fand Bürgermeister Losert noch einige Münzen. „Wer kennt denn die D-Mark noch?“, fragte er die Kinder. Von jeder Münze war ein Exemplar in der Kapsel enthalten.

Die Zeitkapsel und ihr Inhalt sollen nun zunächst in der Schule ausgestellt werden. Anschließend werden die Stücke an das Stadtarchiv übergeben und im Stadtmuseum ihren Platz finden.

Eine Aufgabe gab der Bürgermeister den Schülern noch mit auf den Weg. Sie sollen nun selbst Ideen sammeln, was in die neue Zeitkapsel für den Neubau der Grundschule gelegt werden soll. Nach den Sommerferien, wenn die Grundsteinlegung für das neue Gebäude ansteht, soll die neue Kapsel ins Fundament eingebracht werden. „Dann können in 60 oder vielleicht auch 100 Jahren andere Kinder eure Zeitkapsel öffnen und sich über die tollen Stücke freuen“, erklärte Losert.

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