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500 Millionen Euro: Niedersachsen startet Investitionsoffensive für seine Landesstraßen

Landtag Hannover.

Hannover. Mit dem Mehrjahresbauprogramm 2027–2029 schlägt Niedersachsen ein neues Kapitel im Landesstraßenbau auf. Erstmals veröffentlicht das Land ein Programm, das die wichtigsten Straßenbauvorhaben nicht nur für das kommende Jahr, sondern für die nächsten drei Jahre transparent und nachvollziehbar darstellt. Rund 500 Millionen Euro fließen bis 2029 in Straßen, Brücken, Radwege und die weitere Infrastruktur des rund 8.000 Kilometer langen Landesstraßennetzes. Damit setzt das Land seine Investitionsoffensive konsequent fort und schafft zugleich mehr Planungssicherheit für Kommunen, Bauwirtschaft und Bürgerinnen und Bürger.

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Möglich wird die Investitionsoffensive durch die Kombination aus regulärem Landeshaushalt und dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK). Zusammen stehen dem Landesstraßenbau künftig rund 170 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Damit können jedes Jahr rund 200 bis 300 Kilometer sanierungsbedürftiger Fahrbahnen erneuert werden. Ziel ist es, bis zum Ende der Laufzeit des Sondervermögens rund 2.000 Kilometer besonders kritischer Landesstraßen zu sanieren. Auch Brücken und Radwege profitieren: Allein 2027 fließen rund 37 Millionen Euro in Brücken und rund 23 Millionen Euro in den Radverkehr. Vier Brückenprojekte beginnen bereits 2027, weitere sechs folgen 2028.

Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Mit diesem Programm wechseln wir vom Verwalten zum Gestalten. Erstmals legen wir auf Jahre hinaus offen, welche Projekte wir anpacken und wohin die Investitionen fließen. Das schafft Planungssicherheit und macht den Abbau des Sanierungsstaus für alle nachvollziehbar. Wer heute in Straßen investiert, investiert in die Zukunft unseres Landes. Mit einer halben Milliarde Euro bauen wir den Sanierungsstau Stück für Stück ab. Das ist eine der größten Investitionsoffensiven für unsere Landesstraßen seit Jahrzehnten."

Timo Quander, Präsident der Landesbehörde: „Das Mehrjahresprogramm 2027-2029 versetzt uns als Landesbehörde in die Lage, über einen längeren Zeitraum unsere Projekte noch zeit- und zielgerichteter zu planen und umzusetzen. Die NLStBV steht mit großem Engagement bereit, die dringend notwendigen Investitionen in die Infrastruktur des Landes auch in den kommenden Jahren voranzubringen“.

Das Mehrjahresbauprogramm listet bereits heute die zentralen Projekte für die Jahre 2027 bis 2029 auf. Während ein Teil der Maßnahmen für 2027 bereits konkret terminiert sind, werden die Vorhaben für die Folgejahre entsprechend des Planungsfortschritts ggf. noch angepasst. Das Programm bleibt damit bewusst flexibel, sodass zusätzliche Projekte aufgenommen und zeitliche Anpassungen vorgenommen werden können. Das konkrete Jahresbauprogramm 2027 wird Ende 2026 finalisiert und danach veröffentlicht.

Das Mehrjahresbauprogramm umfasst landesweit knapp 100 Neubeginne im Jahr 2027. Dazu zählen unter anderem die Stediner Brücke über die Ochtum, die Brücke über den Bützflether Kanal sowie umfangreiche Fahrbahnsanierungen auf wichtigen Landesstraßen wie der L 60 zwischen Berge und Menslage oder der L 155 zwischen Allerdorf und Posthausen. Sie stehen stellvertretend für die Investitionsoffensive, mit der das Land Straßen, Brücken und Radwege modernisiert.

Ein wichtiger Baustein für die Umsetzung ist die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mit der Charta für eine partnerschaftliche und effektive Zusammenarbeit im Straßenbau sowie dem Runden Tisch Straßenbau haben Land, Straßenbauverwaltung, Bauwirtschaft und Ingenieurkammer die Voraussetzungen geschaffen, Projekte schneller, verlässlicher und wirtschaftlicher umzusetzen.

Die Investitionen werden für die Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Jahren sichtbar sein. Neben zahlreichen Fahrbahnsanierungen gehören insbesondere Brückenersatzneubauten zu den Schwerpunkten des Programms. Wo Brücken ersetzt oder Straßen grundlegend erneuert werden, lassen sich Sperrungen und Umleitungen oftmals nicht vermeiden.

Tonne: „Wir alle wissen, dass jede Baustelle Geduld verlangt. Aber jede Sperrung, jede Umleitung und jede Baustelle ist ein Zeichen, dass es vorangeht und ist eine Investition in sichere, leistungsfähige Straßen. Die Einschränkungen sind vorübergehend – der Nutzen bleibt für Jahrzehnte.“

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