Anzeige

Die Linke: "Wir brauchen 200 statt 20 Millionen für den Wohnungsbau"

Udo Selent (links) und Axel Seng halten das geplante Wohnraumförderprogramm der Region für völlig unzureichend.

Springe.

Die Linke Springe kritisiert das geplante Wohnraumförderprogramm der Region (wir haben berechnet) als komplett unzureichend: „Statt 20 Millionen Euro brauchen wir 200 Millionen pro Jahr, ausschließlich für den Bau von Sozialwohnungen!“ Das Ratsmitglied Udo Selent bezeichnet das Wohnraumförderprogramm der Region als den berühmten Tropfen auf den heißen Stein. Bei 20 Millionen Euro pro Jahr, welche die Region den 20 Städten und Gemeinden über einen Zeitraum von drei Jahren geben möchte, macht das eine Million Euro pro Jahr für Springe. „Davon kann man noch nicht einmal ansatzweise genügend preiswerte Wohnungen bauen“, mahnt Selent. „Das Förderprogramm ist nichts weiter als eine geschickte PR-Masche, um Aktivität vorzutäuschen und wird an der dramatischen Unterversorgung mit bezahlbarem Wohnraum nichts ändern.“

Udo Selent fordert 200 Million Euro pro Jahr über einen Zeitraum von fünf Jahren. Dann würde Springe 10 Millionen Euro pro Jahr erhalten. In fünf Jahren sind das 50 Millionen Euro. Damit könnte die Forderung von Selent umgesetzt werden, 20 Prozent der Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten zu bauen. Um diese Summe stemmen zu können, müssen Genossenschaften, die KSG, die Hannoversche Volksbank und die Sparkasse Hannover einbezogen werden. „Dann kann man bauen“, unterstreicht Selent. Die Linke Springe fordert zudem, dieses zusätzliche Geld ausschließlich für den Bau von Sozialwohnungen bereitzustellen. um den weiter auslaufenden Sozialbindungen entgegenzutreten und so tatsächlich in nennenswertem Umfang zusätzlichen preiswerten Wohnraum zu schaffen.