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S-Bahn Hannover - CDU-Regionsfraktion: „Keine Denkverbote für eine zuverlässige Zukunft der S-Bahn“

Hannover. Es vergeht kaum ein Tag ohne betriebsbedingte Störungen im S-Bahn-Netz. Zwischen 2019 und 2023 habe die S-Bahn Hannover rund sieben Millionen Fahrgäste verloren, erklärt die CDU-Regionsfraktion, was ein dramatisches Misstrauensvotum gegen die Funktionsfähigkeit dieses Systems sei. Aus Sicht der CDU-Regionsfraktion ist klar: Die Probleme sind strukturell – und sie werden bislang nicht konsequent genug angegangen.

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Ein wesentlicher Engpass sind momentan defekte Fahrzeuge, weshalb Ersatzfahrzeuge angemietet werden mussten. Die Hauptleidtragenden sind die Pendler, die einfach nur zuverlässig zur Arbeit kommen wollen. Für die CDU-Regionsfraktion ist diese Situation für eine wirtschaftsstarke Region wie Hannover nicht akzeptabel.

Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Regionsfraktion, erklärt: „Was wir bei der S-Bahn Hannover erleben, ist kein kurzfristiger Ausrutscher, sondern ein strukturelles Versagen von Betreiber und Regionsführung. Die Geduld der Fahrgäste ist aufgebracht. Seit Jahren verlieren die Menschen Vertrauen, während Züge ausfallen und Verantwortliche Ausreden liefern. Von Mobilitätswende zu sprechen, ist unglaubwürdig, solange weder der Regelbetrieb funktioniert noch der Ist-Zustand gehalten werden kann.“

Vor diesem Hintergrund unterstützt die CDU-Regionsfraktion ausdrücklich den Vorschlag des CDU-Kandidaten für das Amt des Regionspräsidenten, Oliver Junk, zu prüfen, ob künftig auch die ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG eine Rolle beim Betrieb der S-Bahn übernehmen könnte. „Der Vorschlag von Oliver Junk ist ein wichtiger und richtiger Diskussionsimpuls. Wir brauchen endlich eine ehrliche und ergebnisoffene Debatte darüber, wie die S-Bahn in der Region Hannover wieder zuverlässig funktionieren kann. Bei der Zukunft der S-Bahn darf es keine Denkverbote geben“, so Bernward Schlossarek.

Nach Einschätzung der CDU-Regionsfraktion hat die Regionsverwaltung deutlich zu spät wirksamen Druck auf den Betreiber ausgeübt, obwohl die Warnzeichen seit Jahren offensichtlich waren. Zwar trägt Transdev keine Verantwortung für den teilweise maroden Zustand des Schienennetzes. Sehr wohl verantwortlich ist der Betreiber jedoch für die Fahrzeugverfügbarkeit, eine vorausschauende Wartungsplanung und eine stabile Betriebsorganisation.

Die CDU-Fraktion hält daher den Vorschlag, die ÜSTRA als mögliche Betreiberin in den Blick zu nehmen, für eine belastbare Idee, die sachlich geprüft werden sollte. Die ÜSTRA verfügt über solide Strukturen und hat das Ohr nah am Kunden. Ziel muss es sein, eine langfristige Lösung zu finden, die das Vertrauen der Fahrgäste in die S-Bahn zurückgewinnt und die Qualität des Angebots spürbar verbessert. Dazu gehört eine gründliche Aufarbeitung der bisherigen Probleme sowie die Bereitschaft, neue Modelle offen zu prüfen.

„Es geht nicht um Symbolpolitik, sondern um eine nachhaltige Perspektive für die S-Bahn in unserer Region. Unser Ziel ist eine leistungsfähige, stabile und verlässliche S-Bahn für die Region Hannover. Wenn neue Betreiberstrukturen oder kommunale Lösungen dazu beitragen können, müssen wir diese ernsthaft prüfen. Die Fahrgäste erwarten Lösungen – keine Ausreden“, betont Bernward Schlossarek abschließend.

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