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Rotary-Clubs sammeln fast 20.000 Euro für Gedenkstätte Pulverfabrik Liebenau

Symbolfoto. Quelle: pixabay.

Pattensen. Fünf Rotary Clubs aus der Region haben mit großem gemeinschaftlichem Engagement nahezu 20.000 Euro für den internationalen Jugendaustausch der Gedenk- und Bildungsstätte Pulverfabrik Liebenau gesammelt. Beteiligt waren die Rotary Clubs Nienburg-Neustadt, Stolzenau, Rehburg-Loccum am Kloster, Bad Nenndorf sowie Calenberg-Pattensen.

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Die Gedenk- und Bildungsstätte Pulverfabrik Liebenau ist ein zentraler Lern- und Erinnerungsort in Niedersachsen. Sie dokumentiert die NS-Zwangsarbeit in der während des Zweiten Weltkriegs errichteten, riesigen Pulverfabrik, in der über 2.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen ums Leben kamen. Heute verbindet die Einrichtung eine moderne Dauerausstellung in einem ehemaligen Schulgebäude mit dem bis heute erhaltenen Fabrikgelände. Als Ort politischer Bildungsarbeit macht sie die Geschichte der Opfer erlebbar und hält die Erinnerung an diese Verbrechen wach.

Den Anstoß für die Initiative gab das Präsidentschaftsjahr von Barbara Weißenborn im Rotary Club Nienburg-Neustadt, der das Projekt in Kooperation mit der Polizeiakademie Niedersachsen auf den Weg brachte. Ein wesentlicher Grundstock entstand durch ein Benefizkonzert des Niedersächsischen Polizeimusikorchesters im November 2023. Weitere Bausteine waren unter anderem 4.000 Euro aus dem Weihnachtsbasar in Bad Nenndorf, zusätzliche Aufstockungen durch die beteiligten Nachbarclubs sowie die Erlöse eines weiteren Benefizkonzerts. Bei dieser Gelegenheit wurde bereits ein erster Teil der Spende in Höhe von 14.700 Euro übergeben.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Vorhaben durch die Unterstützung des Rotary-Distrikts. Ein Distrikt-Grant in Höhe von 2.000 Euro unterstrich die Bedeutung der Initiative und trug dazu bei, das gemeinsame Spendenziel zu erreichen.

Im Mittelpunkt steht der internationale Jugendaustausch als Brücke für gemeinsames Lernen und Erinnern. Ein erster Austausch konnte bereits realisiert werden. Gedenkstättenleiter Martin Guse reiste mit einer Gruppe junger Menschen nach Krzyzowa (ehemals Kreisau) in Polen. Dort beschäftigten sich die Jugendlichen gemeinsam mit polnischen Teilnehmenden eine Woche lang intensiv mit den Themen Zwangsarbeit, Erinnerungskultur und gemeinsames Gedenken. Der Gegenbesuch der polnischen Jugendlichen in Liebenau ist bereits in Vorbereitung.

„Wir unterstützen dieses Projekt aus voller Überzeugung. Es schafft Begegnungen, die bleiben, und stärkt junge Menschen darin, Verantwortung für unsere demokratischen Werte zu übernehmen“, betont Michael von Korn, Präsident des Rotary Clubs Calenberg-Pattensen.

Die beteiligten Clubs danken ausdrücklich allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die durch den Kauf von Konzertkarten und durch Spenden zum Erfolg beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt außerdem der Polizeiakademie Niedersachsen für die organisatorische Unterstützung der Veranstaltungen.

Über den Rotary Club Calenberg-Pattensen:

Als Teil des weltweiten Rotary-Netzwerks hat es sich der Rotary Club Calenberg-Pattensen zum Ziel gesetzt, denen zur Seite zu stehen, die sich selbst nicht helfen können. Lokal verankert – global vernetzt: Weltweit, aber auch im lokalen Umfeld unterstützt er seit 1988 soziale Einrichtungen, Hilfsprojekte und Projekte zur Völkerverständigung.

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