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Polizei zieht positive Bilanz - 14.000 Menschen feiern beim Public Viewing am Waterlooplatz

Symbolbild. Quelle: Pixabay.

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Hannover.  Am Freitag, 5. Juli, fanden in Hannover mehrere Großveranstaltungen statt. Während auf dem Schützenplatz das Schützenfest und auf dem Waterlooplatz ein Public Viewing stattfanden, rockte Bruce Springsteen das Stadion. Insgesamt zogen die Veranstaltungen eine mittlere fünfstellige Besucherzahl an. Die Polizei zieht eine positive Bilanz, da alle Events weitgehend reibungslos verliefen.

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Public Viewing am Waterlooplatz. Gegen 15 Uhr wurde das Veranstaltungsgelände planmäßig für alle Fans geöffnet. Gegen 16:45 Uhr stellten die Beamten im Kreuzungsbereich der Lavesallee einen Mann mit einer brennenden Bengalfackel und drei weiteren Fackeln fest. Nach der Sicherstellung der Fackeln und Feststellung der Personalien wurde er wieder entlassen. Noch vor dem Spielbeginn war das Veranstaltungsgelände mit 10.300 Besuchern voll, und der Veranstalter schloss das Gelände. Über die Leinwand wurden die Besucher aufgefordert, auf die Lavesallee auszuweichen, die von der Polizei für den Verkehr gesperrt wurde.

Gegen 18 Uhr versuchten weitere Fans in das Veranstaltungsgelände einzudringen. Dabei wurde ein Notausgang aufgebrochen. Etwa 50 Personen gelangten so in den abgesperrten Bereich. Unter Anwendung einfacher körperlicher Gewalt konnten die Einsatzkräfte der Polizei ein weiteres Eindringen verhindern. Der Notausgang wurde durch den Ordnungsdienst wieder verschlossen und besetzt.

Im späteren Verlauf wurden die Eingänge wieder geöffnet und circa 600 weitere Personen eingelassen. Mit ungefähr 11.000 Personen war das Gelände nun komplett ausgelastet. Auf der Lavesallee befanden sich zu diesem Zeitpunkt weitere 2.000 Personen.

Die Polizei musste gegen 18.40 Uhr wegen einer Körperverletzung unter Fans nach einem Faustschlag ins Gesicht einschreiten. Es wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Gegen 18:50 Uhr stellte die Polizei zudem drei Personen fest, die sich unerlaubt auf dem Gelände einer angrenzenden Kindertagesstätte aufhielten. Drei Strafverfahren wegen des Hausfriedensbruchs wurden eingeleitet.

Nach dem Spielstand von 1:1 zündeten einige Zuschauer Bengalos. Der Veranstalter unterbrach die Übertragung und wies auf das Pyrotechnikverbot hin. Weitere Unterbrechungen waren nicht erforderlich. Nach dem Spielende und der Niederlage der deutschen Mannschaft strömten die Besucher schlagartig ab. Einige Fans begaben sich auch in Richtung Schützenfest. Nach erfolgter Reinigung hob die Polizei gegen 21.05 Uhr die Sperren auf der Lavesallee auf.

Public Viewing am Raschplatz. Bereits zu Spielbeginn befanden sich ca. 1.300 Zuschauende auf dem Veranstaltungsgelände. Bis 19.25 Uhr war das Gelände mit ca. 1.500 Personen voll belegt. Weitere 200 Personen hielten sich im umliegenden Bereich an den Balustraden auf. Nach Spielende um 20.45 Uhr fand ein starker Abstrom vom Veranstaltungsgelände statt. Ca. 200 Personen verblieben vor Ort, und die Zahl stieg im Verlauf auf ca. 850 Personen, die das zweite Spiel verfolgten. Nach Spielende um 23.45 Uhr leerte sich der Veranstaltungsbereich zügig.

Stadionkonzert "Bruce Springsteen". Auch das Stadionkonzert von Bruce Springsteen im Stadion verlief aus polizeilicher Sicht weitgehend reibungslos. Bereits am Nachmittag führte die Polizei erste Verkehrsmaßnahmen im Bereich des Stadions durch. Die P+R-Parkplätze waren schnell vollständig belegt, während die angebotenen Messeparkplätze kaum genutzt wurden. Auch die vorangekündigten und ausgewiesenen Parkplätze im Bereich der Marianne-Baecker-Allee füllten sich rasch. Im Vorfeld des Konzertes gab es nur wenige Zwischenfälle: Der Sicherheitsdienst meldete eine alkoholisierte, renitente Person, die nach Aussprache eines Hausverbots das Veranstaltungsgelände verließ. Eine augenscheinlich geistig eingeschränkte Frau zeigte beim Einlass ein gefälschtes Ticket vor, was als Fall von Online-Betrug eingestuft wurde. Ein entsprechendes Strafverfahren wurde eingeleitet.

Das Konzert begann mit leichter Verzögerung und fand unter voller Auslastung des Stadions mit 41.000 Besuchenden statt. Nach Konzertende verließen die Besuchenden das Stadion zügig und die Polizei hob gegen 23.40 Uhr die Verkehrsmaßnahmen auf.

Schützenfest. Bereits gegen 19.30 Uhr waren die Festzelte auf dem Schützenfest nahezu ausgelastet. Um 20.45 Uhr stellten die Einsatzkräfte einen starken Zustrom von Personen vom Public Viewing am Waterloo fest. Die Polizei registrierte an diesem Abend einige Schlägereien und Körperverletzungen. So kam es gegen 21 Uhr im Bereich der Nordkurve zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und einer Person. Die Polizei führte eine Gefährderansprache durch. Um 22 Uhr kam es zu einer Körperverletzung durch einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zum Nachteil eines Gastes. Im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme verhielt sich der Besucher renitent, woraufhin die Polizei einen Platzverweis aussprach. Um 22.45 Uhr kam es vor einem Pub zu Streitigkeiten wegen einer spanischen Flagge, die zu Platzverweisen für zehn Personen führten. Um 23:00 Uhr wurde eine Körperverletzung vor einem Partyzelt gemeldet. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen Unbekannt ein. Ebenfalls um 23 Uhr kam es im Bereich des Ordnungsdienstes zu Streitigkeiten zwischen acht Personen. Die Polizei erteilte allen Beteiligten einen Platzverweis. Trotz der geschilderten Vorfälle verlief der Abend aus polizeilicher Sicht insgesamt ruhig und geordnet.

Die gemeinsamen Sicherheitskonzepte von Landeshauptstadt Hannover, Veranstalter und Polizei sowie die verkehrslenkenden Maßnahmen der Polizei trugen dazu bei, dass es zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen oder besonderen Vorkommnissen kam. Erster Polizeihauptkommissar Lutz Fricke, der an diesem Tag die Gesamteinsatzleitung innehatte, zeigte sich mit dem Einsatzverlauf zufrieden:

"Offensichtlich sind viele Besucherinnen und Besucher den Hinweisen der LHH und der Polizei gefolgt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Dadurch hielten sich die Verkehrsbehinderungen in Grenzen. Auch die Sperrung der Lavesallee, die erst zeitversetzt erfolgte, als absehbar war, dass sich das Veranstaltungsgelände auf dem Waterlooplatz der Vollauslastung näherte, verlief ohne größere Behinderungen auf den umliegenden Straßen".

Die allgemeine Straftatenlage im Bereich des Public Viewing Waterloo entsprach den Erwartungen der Polizei. "Die vereinzelt festgestellten Straftaten sind bei 13.000 bis 14.000 Besuchern qualitativ und quantitativ eher im unteren Bereich anzusiedeln", so Fricke.

 

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