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Mehr Unfälle, mehr Verletzte: Verkehrsentwicklung in Springe und Pattensen

Symbolfoto.

Springe/Pattensen. Die Verkehrsunfälle in den Städten Springe und Pattensen sind im Jahr 2025 erneut angestiegen. Das geht aus dem aktuellen Verkehrssicherheitsbericht des Polizeikommissariats Springe hervor. Während sich in Pattensen ein leichter Rückgang abzeichnet, steigen die Gesamtzahlen – und vor allem die Zahl der Verletzten – im gesamten Zuständigkeitsbereich weiter an.

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Deutlicher Anstieg der Gesamtunfälle

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.016 Verkehrsunfälle registriert. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Besonders in Springe ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, während die Zahlen in Pattensen leicht zurückgingen.

Mehr Schwerverletzte bereiten Sorge

Besonders kritisch bewerten die Behörden die Entwicklung bei den Schwerverletzten. Deren Zahl stieg von 28 im Vorjahr auf 39 im Jahr 2025. Auch die Zahl der Leichtverletzten nahm weiter zu und liegt nun bei 174 Fällen.
Die Zahl der Verkehrstoten blieb hingegen konstant bei drei Personen.

Risikogruppen im Fokus

Ein genauer Blick auf die Risikogruppen zeigt unterschiedliche Entwicklungen:

- Positiv: Die Zahl der verletzten Kinder und Jugendlichen ist rückläufig.

- Negativ: Bei den Senioren ab 65 Jahren ist ein deutlicher Anstieg der Unfallzahlen zu erkennen.

- Auch junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren bleiben eine auffällige Gruppe im Unfallgeschehen.

Radfahrer und Fußgänger sind weiterhin besonders gefährdet. Gerade im innerstädtischen Bereich kommt es immer wieder zu Unfällen mit diesen Verkehrsteilnehmern.

Unfallfluchten und Wildunfälle nehmen zu

Ein weiteres Problem bleibt die hohe Zahl an Unfallfluchten. Im Jahr 2025 wurden 278 Fälle registriert. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote auf 34,53 Prozent. Die Polizei betont, wie wichtig Hinweise aus der Bevölkerung sind.

Auch Wildunfälle sind weiter angestiegen und erreichten mit 171 Fällen einen neuen Höchststand.

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Die Zahl der festgestellten Trunkenheitsfahrten ohne Unfall sank leicht. Gleichzeitig bleibt Alkohol weiterhin eine häufige Ursache bei Verkehrsunfällen.
Auffällig ist zudem die Entwicklung bei Drogen und Medikamenten: Zwar ging die Zahl der festgestellten Fälle ohne Unfall zurück, doch die Zahl der Unfälle unter Einfluss dieser Substanzen bleibt ein relevantes Thema.

Entwicklung an Unfallschwerpunkten

An bekannten Unfallschwerpunkten zeigt sich ein gemischtes Bild:

- An der Kreuzung B3/L460 kam es 2025 zu sechs Unfällen mit Verletzten – allerdings mit veränderten Unfallmustern.

- Die Bereiche Jägerallee/Industriestraße sowie Hamelner Straße zeigen hingegen eine positive Entwicklung und gelten derzeit nicht mehr als akute Brennpunkte.

- Der Bereich B3/B443 wurde vollständig aus der Liste der Unfallschwerpunkte gestrichen.

Fazit: Handlungsbedarf bleibt hoch

Insgesamt zeigt der Bericht eine weiterhin angespannte Lage im Straßenverkehr. Steigende Unfallzahlen und mehr Verletzte verdeutlichen den Handlungsbedarf.
Die Polizei setzt weiterhin auf Prävention, Kontrollen und die Unterstützung durch die Bevölkerung – insbesondere bei der Aufklärung von Unfallfluchten.

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