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207 Jugendliche aus der Region Hannover bewarben sich - 151 erhielten die Leistungsspange der Jugendfeuerwehr

Foto: Andreas Kolmer.

Empelde/Region. 120 Meter Feuerwehrschlauch in höchstens 75 Sekunden ausrollen und zusammenkuppeln, beim Kugelstoßen gemeinsam mindestens 55 Meter erreichen, dazu ein 1500-Meter-Staffellauf, ein Löschangriff und Feuerwehrwissen: Wer die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr tragen möchte, muss einiges können – und vor allem als Mannschaft funktionieren.

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Das haben am Sonntag, 27. September, 249 Jugendliche auf dem Gelände der Marie-Curie-Schule in Empelde versucht. Sie traten in insgesamt 34 Mannschaften an. 207 von ihnen bewarben sich um die Leistungsspange, 42 weitere unterstützten ihre Mannschaften als sogenannte Füller. Am Ende konnten 151 Jugendliche die begehrte Auszeichnung entgegennehmen – 102 Jungen und 49 Mädchen. Das entspricht einer Erfolgsquote von knapp 73 Prozent.

Dass mehr als jeder vierte Bewerber am Ende ohne Leistungsspange nach Hause ging, ist ungewöhnlich hoch, lag nach Angaben der Verantwortlichen aber im Bereich der diesjährigen Ergebnisse an anderen Abnahmeorten. Der Leiter des Abnahmeteams machte bei der abschließenden Verleihung deutlich, was hinter dieser Quote steckt: Die Leistungsspange könne man nicht einfach „mal eben im Vorbeigehen mitnehmen“.

Tatsächlich geht es bei der Abnahme nicht allein um Schnelligkeit oder Kraft. Die Leistungsspange soll zeigen, dass die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren sowohl sportlich als auch feuerwehrtechnisch fit sind und als Team zusammenarbeiten können. In fünf Disziplinen müssen die Mannschaften ausreichend Punkte sammeln; eine Nullwertung kann das Bestehen verhindern.

Besonders anschaulich wird das bei der Schnelligkeitsübung: Mehrere zusammengerollte Schläuche müssen zu einer 120 Meter langen Leitung ausgelegt und gekuppelt werden. Mehr als 75 Sekunden darf die Mannschaft dafür nicht benötigen – und schon eine Verdrehung in der Schlauchleitung kann zu einer Nullwertung führen.  Beim Staffellauf müssen gemeinsam 1500 Meter bewältigt werden. Wie weit die einzelnen Jugendlichen laufen, kann die Mannschaft selbst bestimmen. So können stärkere Läufer längere Strecken übernehmen und andere entlasten – Teamarbeit ist ausdrücklich Teil der Aufgabe.

Auch beim Löschangriff zählt das Zusammenspiel. Die Jugendlichen bauen von einer Tragkraftspritze aus eine komplette Löschwasserversorgung bis zu drei Strahlrohren auf. Hinzu kommen Kugelstoßen sowie eine 15-minütige Fragenrunde zu Feuerwehrtechnik, Organisation, Gesellschaft und Jugendpolitik. 

Entsprechend viel Vorbereitung steckt hinter dem Abnahmetag. Der stellvertretende Regionsjugendfeuerwehrwart Matthias Düsterwald gratulierte den erfolgreichen Jugendlichen und dankte zugleich den Ausbilderinnen und Ausbildern, die ihre Mannschaften über Wochen und Monate vorbereitet hatten. Ein besonderes Lob richtete er an das Team der Ortsjugendfeuerwehr Empelde um Miriam und Christopher Buchler. Die Gastgeber hätten nach Einschätzung der Verantwortlichen nahezu perfekte Bedingungen für die Abnahme geschaffen.

Auch Ronnenbergs stellvertretender Bürgermeister Uwe Buntrock zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen und hob insbesondere den Teamgedanken hervor. Stadtbrandmeister Gunnar Scheele konnte dabei aus eigener Erfahrung berichten, dass ein gescheiterter erster Versuch keineswegs das Ende sein muss: Vor rund 30 Jahren war er selbst in Empelde zur Leistungsspange angetreten – zunächst erfolglos. Ein Jahr später klappte es dann doch.

Für Christopher Buchler hielt der Tag noch eine zweite besondere Auszeichnung bereit. Für sein langjähriges Engagement auf Stadt-, Regions- und Landesebene wurde er mit der Florianmedaille der Jugendfeuerwehr Niedersachsen geehrt.

Die Leistungsspange bleibt den Jugendlichen dabei weit über diesen Tag hinaus erhalten: Sie wird an der Uniform getragen – bei vielen später auch noch nach dem Wechsel aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Feuerwehrdienst.  In der Region Hannover engagieren sich derzeit knapp 3200 Jugendliche in 185 Jugendfeuerwehren.

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