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Weniger Tote, mehr Schwerverletzte bei Verkehrsunfällen

Lutz Fricke (Leiter Einsatz- und Streifendienst links) und Christian Krone (Leiter PK Springe) stellen Verkehrsunfallstatisk vor

Springe / Pattensen.

Insgesamt kam es im vergangenen Jahr zu 902 Verkehrsunfällen im Einzugsbereich des Springer Polizeikommissariats (632 Stadt Springe und 270 Stadt Pattensen). Damit liegen die Zahlen im Allgemeinen auf Vorjahresniveau. Von den 902 Verkehrsunfällen, gab es 164 mit Personenschäden. Leiter des Polizeikommissariats (PK) Springe, Christian Krone, und der Leiter des Einsatz- und Streifendienst, Lutz Fricke, freuten sich über die sinkende Zahl an Verkehrstoten: Während es 2016 noch sechs Verkehrstote gab, verstarb im Jahr 2017 nur eine Person.

Dafür stieg die Zahl der Schwerverletzten auf 38 an, 2016 lag die Zahl noch bei 25 Personen. Als Schwerverletzter gilt eine Person, wenn diese mindestens 24 Stunden im Krankenhaus liegt. Leichtverletzt wurden 176 Personen. Lutz Fricke appelliert noch einmal mit Nachdruck an alle Verkehrsteilnehmer: "Verkehrsunfälle passieren nicht einfach, sondern werden verursacht." Das Risiko bei einem Verkehrsunfall eine Verletzung zu erleiden, liegt bei Personen über 65 Jahre am höchsten. Dagegen sank die Zahl der Unfälle von Fahranfängern leicht. Bei Kindern unter sechs Jahren gab es nur sechs Leichtverletzte.

Gestiegen ist ebenfalls die Zahl der Unfälle mit Radfahrenden. Waren es 2016 noch 33 beteiligte Radfahrende, so ist diese Zahl auf 48 gestiegen. Vier waren mit dem Pedelec unterwegs. Nur zehn Radfahrende hatten einen Helm getragen. "Ein Helm kostet nicht viel, sieht vielleicht doof aus, aber er schützt", betont Fricke noch einmal.

Besonders alarmierend ist die Zahl der Unfallfluchten. Bei 224 Fällen (Vorjahr 222) ist der Verursacher vom Tatort geflüchtet. Doch in 109 Fällen wird der Geflüchtete ermittelt. "Fast die Hälfte erwischen wir", ergänzt PK-Leiter Christian Krone und fügt noch hinzu, "dass Unfallflucht keine Ordnungswidrigkeit ist, sondern eine Straftat." Verstärktes Augenmerk liegt auf der Handynutzung am Steuer. "Da haben wir eine sehr hohe Dunkelziffer was Verkehrsunfälle mit Handybeteiligung angeht", erklärt Fricke. Das Bußgeld wurde erst kürzlich angepasst. Mittlerweile kostet es 100 Euro und es gibt einen Punkt, wenn die Polizei einen mit dem Handy am Steuer erwischt. Dabei reicht es aus, das Handy in der Hand zu halten.

Die Polizei ist aber auch präventiv aktiv. Neben der Aktion Schulwegüberwachung, geht die Polizei in Kindergärten und Schulen, um dort zu informieren. Mit der großen Aktion "abgelenkt" im Otto-Hahn Gymnasium in Springe, wurden die künftigen Autofahrer für die Gefahren der Handynutzung am Steuer sensibilisiert.