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Verhältnis von Stimmen und abgegebenen Stimmzetteln auffällig: Neuauszählung der Wahl für den Rat

Symbolfoto.

Laatzen. Die Stimmen der Ratswahl im Wahlbezirk Ingeln-Oesselse 3 sind am 18. September 2026 erneut ausgezählt worden. Anlass dafür war ein Ungleichgewicht von abgegebenen Stimmzetteln und Stimmen. Die Neuauszählung ergab erhebliche Änderungen bei den Listenstimmen gegenüber dem zunächst festgestellten vorläufigen Ergebnis. Die Stimmen für die einzelnen Bewerberinnen und Bewerber sind nahezu unverändert.

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Ergebnis der Neuauszählung

Bei der erneuten Auszählung haben Mitarbeitende der Stadtverwaltung alle Stimmzettel überprüft und die Stimmen neu ausgezählt. Insgesamt wurden 1.361 gültige Stimmen gezählt.

Auf die Wahlvorschläge (Stimmen für die Gesamtliste + Stimmen für die Gesamtheit der einzelnen Bewerberinnen und Bewerber) entfielen:

- SPD: 328 Stimmen

- CDU: 562 Stimmen

- BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN: 145 Stimmen

- FDP: 30 Stimmen

- AfD Niedersachsen: 208 Stimmen

- Die Linke: 70 Stimmen

- GFW-Laatzen: 18 Stimmen

Gegenüber dem zunächst festgestellten Ergebnis ergeben sich damit folgende Veränderungen in den Stimmen für die Wahlvorschläge:

- SPD: 170 Stimmen mehr

- CDU: 148 Stimmen mehr

- BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN: 67 Stimmen mehr

- FDP: keine Änderung

- AfD Niedersachsen: 142 Stimmen mehr

- Die Linke: 33 Stimmen mehr

- GFW-Laatzen: 3 Stimmen mehr

Grund für die erneute Auszählung

Der Wahlausschuss, der nach einer Wahl die Ergebnisse amtlich feststellt, hat in seiner Sitzung am 15. September eine Neuauszählung der Stimmen für die Ratswahl im Wahlbezirk Ingeln-Oesselse 3, Wahlraumnummer 08330, angeordnet.

Anlass für die Entscheidung war eine Auffälligkeit im Verhältnis zwischen der Zahl der abgegebenen Stimmzettel und der Zahl der gemeldeten Stimmen.

Bei der Ratswahl konnten die Wählerinnen und Wähler jeweils bis zu drei Kreuze setzen. Sie konnten diese einer einzelnen Bewerberin oder einem einzelnen Bewerber, der Liste einer Partei oder Wählergruppe geben oder auf mehrere Wahlvorschläge verteilen.

Für den betroffenen Wahlbezirk meldete der Wahlvorstand 462 abgegebene gültige Stimmzettel, aber insgesamt lediglich 798 Stimmen. Damit haben die Wählerinnen und Wähler statt der drei möglichen Stimmen im Schnitt nur 1,7 verteilt. In den übrigen Wahlbezirken lag dieser Wert bei durchschnittlich 2,9 Stimmen je Stimmzettel. Auch bei der zeitgleich durchgeführten Ortsratswahl wurden im selben Wahlbezirk durchschnittlich 2,9 Stimmen vergeben.

Deshalb hat der Wahlausschuss am 15. September eine Neuauszählung für den betroffenen Wahlbereich für die Ratswahl angeordnet.

"Die auffällige Abweichung warf Fragen auf, die vor der amtlichen Feststellung des Wahlergebnisses zu klären waren. Für solche Fälle ist der Wahlausschuss da: Bestehen Zweifel an der Richtigkeit der Zahlen, die sich nicht anders aufklären lassen, veranlasst er eine erneute Auszählung. Damit stellen wir sicher, dass das amtliche Wahlergebnis auf einer verlässlichen Grundlage festgestellt wird", so Gemeindewahlleiterin Silke Pohl.

Die Ursache konnte nicht abschließend geklärt werden. Eine erneute Auszählung ergab ein anderes Ergebnis und lässt vermuten, dass nicht alle Stimmzettel bzw. Stimmen gezählt wurden.

Auswirkungen auf das Gesamtergebnis der Ratswahl Über die abschließende Feststellung des berichtigten Wahlergebnisses entscheidet der Wahlausschuss der Stadt Laatzen am 21. September um 17 Uhr im Rathaus im Sitzungsraum 503. Die Sitzung ist öffentlich.

Ob sich durch die berichtigten Stimmenzahlen die Sitzverteilung im Rat verändert, wird der Wahlausschuss in seiner Sitzung feststellen.

Die vollständigen Ergebnisse der Ratswahl veröffentlicht die Region Hannover unter wahlergebnisse.region-hannover.de/20260913/03241009/praesentation/ergebnis.html.

Die neuen vorläufigen Ergebnisse werden erst nach dem Wahlausschuss in den Vote Manager übertragen.

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