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Polizei nimmt mehrere Tatverdächtige zu schwerwiegender Raubserie fest

Symbolfoto.

Hannover. Die Polizei Hannover hat am Donnerstag, 10.09.2026, mehrere Tatverdächtige zu einer schweren Raubserie festgenommen. Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 in derzeit sieben ihnen zugeordneten Fällen Menschen unter einem Vorwand in diverse Wohnungen gelockt zu haben, um sie dort zu überfallen. Die Betroffenen wurden durch mehrere Täter gefesselt und mit Messern bedroht. Ziel der Täterin und Täter, die in unterschiedlichen Konstellationen agierten, war es, Vermögenswerte zu erpressen und die Betroffenen auszurauben.

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Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes konnten im Rahmen von akribisch geführten Ermittlungen insgesamt 10 Tatverdächtige identifiziert werden. Den neun Männern und einer Frau im Alter von 17 bis 26 Jahren konnten die Ermittlerinnen und Ermittler eine Serie von derzeit sieben Raubstraftaten zuordnen, die in ihrer Schwere außergewöhnlich waren. Die Gruppierung, die immer wieder in anderen Zusammensetzungen, tätig wurde, soll Betroffene zwischen 34 und 56 Jahren aus dem In- und sogar aus dem Ausland jeweils unter einem Vorwand in eine kurzfristig arrangierte Wohnung gelockt haben, um diese dort gemeinschaftlich auszurauben. Dazu wurden die Betroffenen von mehreren Tätern gewaltsam überfallen, gefesselt sowie mit Messern bedroht und teilweise verletzt. Zur Beute gehörten Bargeld, Schmuck, Mobiltelefone und Kryptowährung.

Durch das Amtsgericht Hannover wurden insgesamt sieben U-Haftbefehle sowie zehn Durchsuchungsbeschlüsse erlassen, die durch die Polizei Hannover am Donnerstag vollstreckt wurden. Bei den Durchsuchungen von insgesamt zehn Objekten in Hannover, Laatzen, Ronnenberg sowie im brandenburgischen Herzberg gingen der Polizei vier Tatverdächtige ins Netz. In einer Wohnung in Laatzen wurden eine 23-Jährige sowie ein 26-Jähriger festgenommen, in Hannover ein 20-Jähriger und in Ronnenberg ein 23-Jähriger. Die Tatverdächtigen kamen in verschiedene Justizvollzugsanstalten in Niedersachsen. Weitere Tatverdächtige, die nicht angetroffen werden konnten, sind nun zur Fahndung ausgeschrieben.

Im Rahmen der Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte diverse Gegenstände sicher, darunter Telefone, Tablets sowie Messer und weitere Utensilien, die möglicherweise bei den ihnen vorgeworfenen Taten genutzt wurden.

"Die besondere Skrupellosigkeit, mit der diese Gruppierung vorgegangen ist, zeugt von einer immensen kriminellen Energie. Dass wir diese brutale Raubserie nun stoppen und mehrere Tatverdächtige in Untersuchungshaft bringen konnten, ist das direkte Ergebnis monatelanger, akribischer Ermittlungsarbeit", kommentierte der Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Hannover, Stefan Sengel. "Wir haben damit ein deutliches Signal gesetzt: Wer Menschen auf so perfide Weise in eine Falle lockt, muss mit der vollen Härte des Rechtsstaates rechnen. Mein großer Dank gilt den Ermittlerinnen und Ermittlern, die durch ihre hartnäckige Arbeit Licht in dieses komplexe Tätergeflecht gebracht haben."

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