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Neujahrsempfang der Grünen in Laatzen: Rückblick, Ausblick und Impulse

Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen : Michael Asendorf, Heike Wehmeyer-Krüger, Mona Hosseini, Thomas Weber, Andrea Melletat und schließlich Katrin Schwabe. Foto: Privat.

Laatzen. Beim Neujahrsempfang der Grünen Ratsfraktion und des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen am 25.Januar in Laatzen kamen zahlreiche Gäste aus Politik und Stadtgesellschaft im H4 Hotel zusammen.

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Neben einem gemeinsamen Fraktionsfrühstück bot die Veranstaltung Raum für Austausch, Diskussion und einen inhaltlichen Impuls zur Energiewende. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Thomas Weber, eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung der anwesenden Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter von SPD, CDU und FDP sowie Bürgermeister Kai Eggert. In seiner Einleitung blickte Weber auf die Arbeit der Grünen im Laatzener Stadtrat in den vergangenen Jahren zurück und erinnerte an zentrale Anträge und Initiativen, die eingebracht und angestoßen wurden. Zugleich richtete Weber den Blick nach vorne auf aktuelle und kommende Herausforderungen in der Kommunalpolitik. Besonders hob er den weiteren Ausbau des Bildungscampus Laatzen hervor. Angesichts steigender Bedarfe sei die Planung einer zusätzlichen Grundschule in Laatzen-Mitte notwendig, zumal ab August 2026 der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung greife. Weber betonte zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit der demokratischen Parteien in der Kommunalpolitik. Unterschiedliche Meinungen gehörten dazu und seien wichtig, um gemeinsam tragfähige Entscheidungen für Laatzen zu entwickeln. Für die konstruktive Zusammenarbeit im Stadtrat bedankte er sich ausdrücklich.

Im Anschluss stellte Weber den Referenten des Vormittags vor: Jens Palandt, Erster Regionsrat der Region Hannover und Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen. In seinem rund 20-minütigen Vortrag sprach Palandt über die Herausforderungen des Klimawandels auf regionaler und kommunaler Ebene, sowie über die Chancen der Energiewende. Er warb für einen positiven, lösungsorientierten Blick in die Zukunft. Palandt machte deutlich, dass der Klimawandel schneller voranschreite als ursprünglich angenommen und bestehende Planungen regelmäßig überprüft und angepasst werden müssten. Themen seines Vortrags waren unter anderem die Wasserstrategie der Region Hannover mit Blick auf eine zunehmend negative Wasserbilanz sowie die Revitalisierung der Leine. Ziel sei es, die Region Hannover bis 2035 klimaneutral aufzustellen. Als zentrale Bausteine regionaler Energie- und Klimapolitik nannte Palandt den weiteren Ausbau der Windenergie, eine stärkere Nutzung der Solarenergie, insbesondere auf Dächern, sowie die Prüfung von Potenzialen der Geothermie. Große Bedeutung maß er zudem der Renaturierung von Mooren bei, die als natürliche COâ‚‚-Speicher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Neben den ökologischen Aspekten arbeitete Palandt auch die positiven wirtschaftlichen Effekte der Energiewende detailliert aus. Zwar verursache der Umbau der Energiesysteme zunächst hohe Investitionen, langfristig führe er jedoch zu lokaler Wertschöpfung, neuen Arbeitsplätzen und zusätzlichen Steuereinnahmen für Kommunen sowie zu einer größeren Unabhängigkeit von Energieimporten aus dem Ausland. Entscheidend sei dabei aber, dass die Energiewende sozial gerecht und umweltverträglich gestaltet werde.

Beim anschließenden Frühstück nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für Fragen und Diskussionen. Dabei ging es unter anderem um die Akzeptanz erneuerbarer Energien, die Rolle von Energiegenossenschaften für die sozial gerechte Teilhabe an Wertschöpfung sowie die stärkere Nutzung von Parkplätzen und innerstädtischen Dächern für Photovoltaik. Der Neujahrsempfang zeigte einmal mehr, wie wichtig der offene Austausch über kommunale und regionale Zukunftsfragen ist und setzte zugleich inhaltliche Impulse für eine nachhaltige Entwicklung in Laatzen.

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