Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Historisches Freischießen: Wenn es in Wennigsen knallt, ist die Artillerie nicht weit

v.l.: Dirk Pohlmann (Artillerist), Tobias Meyer (Oberleutnant), Norbert Fiebig (Oberleutnant) und Thomas Hiller (Hauptmann).

Wennigsen. Das Historische Freischießen hat in Wennigsen eine lange Tradition. Neben den Garden, Offizieren und Majestäten gibt es aber noch weitere Akteure, die zu einem gelungenen Gesamtbild beitragen. Oft im Hintergrund, aber selten zu überhören, ist die Artillerie mit ihren Salutschüssen.

Anzeige

Die vier Böllerschützen Thomas Hiller (Hauptmann), Tobias Meyer (Oberleutnant), Norbert Fiebig (Oberleutnant) und Dirk Pohlmann (Artillerist) haben sich bewusst für die Artillerie entschieden, denn nicht jeder darf einfach so mit Kanone und Schwarzpulver hantieren. Alle sind registrierte Böllerschützen mit entsprechenden Schulungen und behördlicher Prüfung.

Für die Erlaubnis zum Böllern (Böllerschein) in Niedersachsen muss zunächst ein staatlich anerkannter Böllerlehrgang absolviert werden, der mit einer theoretischen und praktischen Fachkundeprüfung nach dem Sprengstoffgesetz (SprengG) abgeschlossen wird. Die Prüfung berechtigt zum Umgang mit Schwarzpulver und Böllern. Die Kosten können mehrere hundert Euro betragen. Der Böllerschein muss alle fünf Jahre verlängert werden. Auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist erforderlich.

Salutschüsse als fester Bestandteil des Freischießens

Die Salutschüsse der Kanone und der Handböller läuten am Samstag vor der Parade das Historische Freischießen ein. Doch auch über das mehrtägige Fest verteilt kommt die Artillerie immer wieder an verschiedenen Orten zum Einsatz. Es gibt die morgendlichen Salutschüsse um 6 Uhr sowie weitere Einsätze an den Schwenkstellen und bei den weiteren Festumzügen.

Früher wurde noch eine Lunte benutzt, aus Sicherheitsgründen wird mittlerweile ein Schlagzünder verwendet.

Tradition, die man hören kann

Auch wenn die Artillerie häufig im Hintergrund agiert, gehört sie für viele Besucher untrennbar zum Historischen Freischießen dazu. Mit jedem Salutschuss erinnert sie an die historischen Wurzeln des Festes und sorgt dafür, dass die Tradition nicht nur sichtbar, sondern auch weithin hörbar bleibt.

Wenn also in Wennigsen während des Freischießens ein lauter Knall durch die Straßen hallt, steckt dahinter nicht nur Schwarzpulver, sondern vor allem Leidenschaft, Verantwortung und gelebte Tradition.

Anzeige
Anzeige