Hannover. Im Zeitraum vom September 2025 bis Januar 2026 kam es im Stadtgebiet von Hannover sowie in Laatzen zu insgesamt zehn schweren Raubstraftaten bei denen insgesamt fünf Tatverdächtige rund 50.000 Euro erbeuteten. Am 17. Juni hat die Polizei Hannover letzte Durchsuchungsmaßnahmen vollstreckt und alle Tatverdächtigen identifiziert.
Nach bisherigen Erkenntnissen des Ermittlungsdienstes des Polizeikommissariats Hannover-Lahe inserierten die Tatverdächtigen über ein Online-Portal verschiedene Pkw deutlich unter dem üblichen Marktwert. Hierdurch wurden Kaufinteressenten dazu veranlasst, mit hohen Bargeldbeträgen zu vereinbarten Treffpunkten zu erscheinen. Die Übergaben fanden überwiegend an abgelegenen Örtlichkeiten statt.
Dort wurden die Interessenten unter Vorhalt einer Schusswaffe sowie unter Einsatz von Pfefferspray bedroht und anschließend ihres mitgeführten Bargeldes beraubt. Insgesamt erbeuteten die Täter auf diese Weise rund 50.000 Euro.
Im Verlauf der umfangreichen Ermittlungen konnten bereits mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt werden. Zudem wurden zwei 20 und 21 Jahre alte Hannoveraner festgenommen und befinden sich seit Januar und April 2026 in Untersuchungshaft. Bei der Festnahme des 21-Jährigen konnten zudem tatrelevante Beweisstücke, wie eine Schreckschusspistole und Reizgas aufgefunden werden.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen identifizierten die Ermittlerinnen und Ermittler drei weitere Verdächtige, denen eine Beteiligung an einzelnen Taten vorgeworfen wird. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover erließ das Amtsgericht Hannover daraufhin drei weitere Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt vier Objekte im Bereich Laatzen und Bad Münder.
Die drei jeweils 21 Jahre alten Männer wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel dauert an.
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