Arnum. Am Donnerstagnachmittag, den 28.08.2025, gegen 16:37 Uhr, wurden zunächst die Ortsfeuerwehren Arnum, Hiddestorf/Ohlendorf und Harkenbleck in die Straße Hoher Holzweg nach Arnum alarmiert. Das Einsatzstichwort für die Kräfte aus den drei Ortswehren lautete „unklare Rauchentwicklung“. Dass es sich hierbei um eine Übung handelte, die von den Stadtbrandmeistern und der Stadtverwaltung geplant und vorbereitet wurde, blieb im Voraus geheim.
Noch auf der Anfahrt der ersten Kräfte der Feuerwehr wurde das Stichwort durch die Leitstelle schnell auf „Brand 3, Feuer Industriegebäude“ erhöht. Mit der Alarmstufenerhöhung wurden dann zusätzlich Kräfte aus Devese, Wilkenburg und Hemmingen-Westerfeld alarmiert, außerdem ein Rettungswagen vom DRK sowie der ELW 2 der FTZ Ronnenberg.
Vor Ort stellte sich für die ersteintreffenden Kräfte schnell heraus, dass es sich wie gemeldet um einen Brand in einer größeren Halle mit angrenzender Wohnung handelte. Erste Passanten, die den Feuerwehrkräften entgegenkamen, berichteten von einer Verpuffung und mehreren vermissten Personen in dem stark verrauchten Gebäudekomplex.
Der Einsatzleiter führte umgehend eine umfangreiche Erkundung durch. Hierbei ergab sich, dass sich neben den vermissten Personen im Gebäude auch zwei weitere Personen im hinteren Bereich am Gebäude befanden, die durch eine Gitterbox von einem Radlader verschüttet worden waren.
Der Einsatzleiter ordnete neben der Brandbekämpfung umgehend die Menschenrettung der Personen aus dem Gebäude sowie der beiden Personen hinter dem Gebäude an.
Für die Menschenrettung in dem stark verrauchten Gebäude rüsteten sich umgehend mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz aus. Außerdem wurde schweres technisches Gerät im Bereich des Radladers in Stellung gebracht.
Nach kurzer Zeit konnten durch die Trupps im Gebäude insgesamt sechs Personen sowie durch die Feuerwehrkräfte am Radlader zwei verschüttete Personen unter der Kiste gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden.
Um eine Ausbreitung des Feuers im Dachbereich zu verhindern, wurde außerdem die Drehleiter mit Wasserwerfer in Stellung gebracht. Mittels Drohne des ELW 2 wurde der Dachbereich mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Nach rund zwei Stunden war die Einsatzübung beendet.
Insgesamt waren alle sechs Ortsfeuerwehren der Stadtfeuerwehr Hemmingen mit rund 90 Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen im Einsatz. Hinzu kamen drei Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes mit einem Rettungswagen sowie sieben Kräfte der FTZ, unter anderem mit dem ELW 2.
Die Stadtfeuerwehr Hemmingen bedankt sich bei der Stadtfeuerwehr Ronnenberg und Laatzen für das bereitstellen von Übungsmaterial und Übungspupen.