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Statement des Ministerpräsidenten zur Hochwasserlage in Niedersachsen

Ministerpräsident Stephan Weil Foto: Niedersächsische Staatskanzlei/Rainer Jensen

„Die Hochwasserlage in Niedersachsen ist landesweit sehr angespannt. Das war am (heutigen) Dienstag das Ergebnis einer Videokonferenz mit Landesbranddirektor Dieter Ruhrberg und den Regierungsbrandmeistern. Gemeinsam haben wir uns in der Nähe von Northeim den Dammdurchbruch an der Rhume angesehen, einem normalerweise sehr ruhigen Gewässer. Gewaltige Wassermassen fließen dort jetzt zum Glück in den ‚Großen See', der von Stunde zu Stunde noch größer wird..

Die Okertalsperre im Harz ist bereits zu mehr als 100 Prozent gefüllt. Über den Überlauf der Staumauer wird mehr als doppelt so viel Wasser in die Oker abgegeben wie an normalen Tagen. Das belastet die Hinterlieger. Allerdings scheint zumindest vorerst eine weitere Verschlechterung nicht zu drohen.

Auch im Landkreis Hildesheim ist die Lage extrem angespannt. Besonders betroffen sind Sarstedt und Ruthe, dort ist der Katastrophenfall festgestellt worden.

Die Lage ist überall schwierig, aber dank des überragenden Engagements von zehntausenden Feuerwehrleuten und Mitgliedern der Hilfsorganisationen alles in allem aktuell unter Kontrolle. Überall in Niedersachsen sind aus den vorangegangenen Hochwasserlagen erkennbar die richtigen Schlüsse gezogen worden. Es sind die richtigen Hilfsmittel vor Ort und die richtigen Einsatzkonzepte werden verfolgt. Viele der Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren ergriffen wurden, bewähren sich.

Aber leider sind wir noch nicht über den Berg und Entlastungsmaßnahmen an einer Stelle führen anderswo zu einer Verschärfung der Lage. Noch ist dieses Hochwasser nicht vorbei, wir werden einen langen Atem benötigen.

Wir brauchen deswegen auch weiterhin das großartige Engagement all derjenigen, die vielerorts gegen das Hochwasser kämpfen. Mein herzlicher Dank gilt den Haupt- und Ehrenamtlichen der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen in Niedersachsen, aber auch den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die in großer Zahl mit anpacken - etwa beim Befüllen von Sandsäcken. Die Landesregierung unterstützt dieses Engagement auch weiterhin mit allen ihren Möglichkeiten."