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Sonntag ist Zeitumstellung: Tiere, Pendler, Nahverkehr

Region.

Von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober, werden die Uhren um 3 Uhr eine Stunde zurĂĽckgestellt. Das hat Auswirkungen auf viele Menschen, aber auch auf den Personennahverkehr - und auf Tiere:

Der Üstra-Nachtsternverkehr verlängert sich: Die Fahrkarten sind in dieser Nacht eine Stunde länger gültig, sodass für die Üstra-Fahrgäste durch die Zeitumstellung keine Nachteile entstehen.

Auch Ruftaxis, Anrufsammeltaxis und Nachtliner von regiobus sind betroffen. Die Ruftaxi-Fahrten in Neustadt (2.42 Uhr), Wunstorf (2.35 Uhr) und Burgdorf (2.35 Uhr) sowie die Fahrt des Anrufsammeltaxis (AST) in Springe um 2.45 Uhr und des AST Wedemark in Mellendorf um 2.31 Uhr werden lediglich einmal zur neuen Winterzeit durchgeführt. Die Nachtliner der regiobus, die regulär zwischen 2 und 3 Uhr an den Umsteigeanlagen starten, fahren in dieser Nacht zweimal – sowohl nach Sommer- als auch nach Winterzeit. Dies gilt für die
regiobus Linien N31, N41, N43, N56, N57, N62, N63 und N70. Der Nachtliner N94 bildet dabei eine Ausnahme und verkehrt nur nach neuer Zeit um 2.23 Uhr.

Mit der Zeitumstellung steigt auch die Wildunfallgefahr. Es heißt daher: wachsam sein und Fuß vom Gas. Auf den Straßen macht sich die Zeitumstellung vor allem für die Pendler bemerkbar: Während es morgens früher hell wird, fällt der abendliche Berufsverkehr quasi über Nacht in die Dämmerung. In dieser Zeit ist auch das Wild unterwegs, das weder Sommer- noch Winterzeit kennt. Viele Wildtiere sind dämmerungsaktiv und legen im Herbst auf der Suche nach Futter längere Wege zurück. Dabei kreuzen sie häufig die Straßen und bleiben teilweise regungslos stehen, wenn sie geblendet werden. Die Gefahr von Wildunfällen steigt also ab der kommenden Woche wieder deutlich an. Rund 13 Prozent mehr Unfälle wurden in den vergangenen Jahren in diesem Zeitraum verzeichnet. Nebel und Regen erschweren das Fahren zusätzlich. Der Wildwechsel gehört außerhalb geschlossener Ortschaften zu den Unfallursachen Nummer eins. Allein im Jahr 2019 hat es in Niedersachsen 32.692 Wildunfälle gegeben, das sind über 4.500 mehr als im Vorjahr. Am häufigsten – zu rund 90 Prozent – kommt es zu Kollisionen mit Rehwild.
Für Autofahrer heißt es ab sofort wieder: Wachsam sein - besonders in der Dämmerung und dort, wo die Wildwechselschilder stehen! Lieber etwas langsamer fahren, um im Ernstfall noch rechtzeitig bremsen zu können. Sollte es dafür zu spät sein, auf keinen Fall ausweichen. Damit bringt man nur sich und andere in Gefahr. Wer folgende Tipps befolgt, kommt trotz Wildwechsel sicher an:
•    Fahrbahnränder im Auge behalten und ausreichend Sicherheitsabstand zum rechten Fahrstreifen wahren.
•    Stets auf mehrere Tiere einstellen! Achtung: Wild flĂĽchtet nicht immer auf dem kĂĽrzesten Weg, sondern oft vor dem Fahrzeug her.
•    Stehen Tiere auf der StraĂźe und es herrscht kein Verkehr, bremsen, hupen und gegebenenfalls abblenden, damit das Wild einen Fluchtweg findet.
•    Nutzen alle VorsichtsmaĂźnahmen nichts, dem Tier nicht ausweichen! Um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden: Lenkrad fest umgreifen und bremsen.

Kommt es doch zu einem Unfall, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Unfallstelle absichern. Das gilt auch, wenn das Tier verletzt geflüchtet ist. Anschließend die Polizei verständigen und, wenn möglich, das tote Tier an den Randstreifen ziehen, damit keine Folgeunfälle passieren. Wegen eventueller Tollwutgefahr auf jeden Fall Handschuhe anziehen und vorsichtig sein, weil verletzte Tiere auskeilen könnten. Das angefahrene Wild darf übrigens nicht vom Unfallort entfernt werden, sonst droht eine Anzeige wegen Wilderei. Das kann eine saftige Strafe nach sich ziehen. Dasselbe gilt auch für die Mitnahme verendeter Tiere für den eigenen Verzehr. Das darf nur der Jagdpächter.

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