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2019 - Ein Jahr im Zeichen der Kinderrechte

Foto: pixabay

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Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an Bund, LĂ€nder und Kommunen, anlĂ€sslich des 30-jĂ€hrigen JubilĂ€ums der UN-Kinderrechtskonvention in diesem Jahr die Kinderrechte zu einer Leitlinie von Politik, Rechtsprechung und Verwaltungshandeln zu machen. "Wer verantwortlich handeln und dabei vor den zukĂŒnftigen Generationen bestehen will, muss die Interessen und Rechte von Kindern und Jugendlichen als einen 'vorrangigen Gesichtspunkt' fĂŒr politisches Handeln in den Blick nehmen. Dazu sollten aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes vor allem Kinderrechte im Grundgesetz verankert, eine aktive Politik zur Überwindung der Kinderarmut in Deutschland auf den Weg gebracht sowie eine deutliche StĂ€rkung des Bildungssektors in Angriff genommen werden. Auch wenn es seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention vor fast 30 Jahren eine Reihe von Verbesserungen gegeben hat, mĂŒssen wir der deutschen Gesellschaft in der Gesamtschau eine anhaltende Ausblendung und VerdrĂ€ngung von Kinderinteressen attestieren", betont Thomas KrĂŒger, PrĂ€sident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Deswegen kommt aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes der Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz besondere Bedeutung zu. Denn die Kinderrechte leiden in Deutschland noch immer unter einem gravierenden Umsetzungsdefizit. "Bisher sind die ĂŒbergreifenden GrundsĂ€tze der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland noch nicht vollumfĂ€nglich in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltungspraxis verwirklicht. Das Prinzip dieser Konvention, dass nĂ€mlich Kinder TrĂ€ger eigener Rechte sind, muss sich auch im Wortlaut des Grundgesetzes wiederfinden. Deshalb sollten die Kinderrechte auf Förderung, Schutz und Beteiligung sowie der Vorrang des Kindeswohls bei allem staatlichen Handeln im Grundgesetz gleichrangig festgeschrieben werden. Gerade eine grundgesetzlich normierte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen folgt darĂŒber hinaus auch einem gesamtgesellschaftlichen Interesse: Denn eine stĂ€rkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird dazu fĂŒhren, dass sich die heute jĂŒngere Generation auch spĂ€ter fĂŒr die Mitgestaltung und den Erhalt unserer Demokratie engagiert", so KrĂŒger weiter.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Bundesregierung zu Jahresbeginn nachdrĂŒcklich dazu auf, neben der Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz weitere wirksame Maßnahmen fĂŒr ein kinderfreundliches Deutschland auf den Weg zu bringen. "Dazu gehört eine wirksame soziale Absicherung von Kindern ebenso wie gute Bildungschancen fĂŒr alle Kinder. Es reicht es nicht aus, Kinderfreundlichkeit in Sonntagsreden immer wieder zu beschwören. Gerade die Politik hat entscheidenden Anteil und Verantwortung fĂŒr die Gestaltung und finanzielle Absicherung einer kinderfreundlichen, und damit zukunftsfĂ€higen Gesellschaft, die auf eine StĂ€rkung nachwachsender Generationen angewiesen ist", so KrĂŒger.

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen. Nach der UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder einen Anspruch auf besondere FĂŒrsorge und UnterstĂŒtzung, auf Förderung und Schutz, eine gewaltfreie und sie schĂŒtzende Erziehung, auf Bildung und Ausbildung, auf eine Erziehung zu demokratischen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie auf ihre angemessene Beteiligung am politischen und gesellschaftlichen Leben.


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