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Springer Sauna bleibt kalt

Der Eingangsbereich der Saunaanlage

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Springe.

Bei einem Ortstermin fĂŒhrte der ehemalige PĂ€chter Werner Kreil die Mitglieder des Schul-, Sport- und Kulturausschusses durch die RĂ€umlichkeiten der Sauna im Hallenbad.

Bereits im Dezember beschĂ€ftigte die sanierungsbedĂŒrftige Anlage den Rat. Damals fanden die SaunagĂ€nger sowohl die Schließung als auch die fĂŒr die Renovierung und den Betrieb angesetzte Kosten nicht nachvollziehbar, denn „die Sauna sei immer gut besucht worden“, teilte Hartmut Zauft, ein langjĂ€hriger Besucher der Anlage, bei der Ratssitzung mit.

Kreil spricht heute Klartext: Lang sei es her, dass die Sauna an fĂŒnf Tagen in der Woche geöffnet hatte. „In den letzten Jahren war die Anlage nur an drei Tagen in der Woche zugĂ€nglich und lockte lediglich zehn Besucher pro Tag an. Neue GĂ€ste kamen nicht mehr“. Ob es sich finanziell gelohnt habe? Kreil winkt ab. 2015 habe er 500 Euro Jahresgewinn gehabt, sagt er.

Die letzten Sanierungen fanden vor 20 Jahren statt. Zwar ist der Saunaraum weitestgehend in Ordnung und sauber, aber der Rest der Anlage ist marode. Vieles wirkt provisorisch und nicht einladend. Die Fliesen bröckeln sowohl im Innenbereich als auch Außenbereich ab. Ein neuer Betreiber mĂŒsste viel Geld in die Hand nehmen um eine Vielzahl von Auflagen im Bereich des Brandschutzes und der Einrichtungshygiene zu erfĂŒllen. Auch der Fachbereichsleiter Clemens Gebauer fand klare Worte: „Ein Weiterbetrieb ist nicht wirtschaftlich“.

Am Mittwochabend lehnte die Mehrheit des Ausschusses den Antrag der SPD auf die Wiedereröffnung des Saunabereiches im Hallenbad Springe ab. Der Ausschuss empfiehlt dem Verwaltungsausschuss und dem Rat, dieser Entscheidung zu folgen.

UnabhĂ€ngig davon, wie der Rat ĂŒber den Weiterbetrieb der Saunaanlage entscheidet: Allein in Springe finden sich zwei weitere Fitness- und Gesundheitszentren, die einen Wellnessbereich mit Sauna offerieren. Auch in der Kurstadt Bad MĂŒnder gibt es weitere Angebote.