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Bekommt Pattensen doch noch eine Kinderärztin?

Pattensen/Region.

Die CDU- Bundestagsabgeordnete Flachsbarth unterstützt Bemühungen um eine Kinderärztin für Pattensen. Flachsbarth hat sich jetzt an Sozialministerin Reimann zur erneuten Prüfung der Sachlage gewandt.

 „Vor wenigen Tagen erreichte mich ein Brief von Bürgerinnen und Bürgern aus meinem Wahlkreis, die sich für die Niederlassung einer Kinderärztin in ihrer Stadt Pattensen einsetzen. Besonders bedauerlich: Es hatte sich bereits eine Kinderärztin gefunden, die sich bei der KVN um eine Sonderzulassung für ihre Praxis bemüht hat – leider ohne Erfolg," so Flachsbarth. Die Ablehnung sei damit begründet worden, dass es in der Region Hannover ausreichend viele, gut erreichbare Kinderärzte gäbe und daher kein Bedarf nach einer weiteren Praxis bestehe.

Das allerdings widerspreche der alltäglicher Erfahrung der Eltern: denn in Pattensen gibt es eben keinen Kinderarzt. Die Kinderärzte in den benachbarten Städten und Gemeinden seien  häufig schon so sehr ausgelastet, dass sie keine weiteren Patienten annähmen. Außerdem seien die Praxen teilweise sehr schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, was die Anreise insbesondere für Eltern mit sehr jungen oder vielen Kindern erschwerte. 

„Deshalb habe ich mich mit dem Anliegen der Eltern aus Pattensen an die niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gewandt: das Ministerium möge sich als für die Sozialversicherung zuständige oberste Landesbehörde an den Landesausschuss der Ärzte und Krankenkasse wenden, um ihn zu der Feststellung zu veranlassen, dass in dem nicht unterversorgten Planungsgebiet ein zusätzlicher lokaler Versorgungsbedarf besteht (§ 96 Abs. 2a Nr. 1 i.V.m. § 101 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 SGB V und § 35 Abs. 1 S. 1 Bedarfsplanungs-Richtlinie)“, so Flachsbarth weiter.

Dann müsste der Landesausschuss eine erneute Prüfung entlang der Kriterien, die § 35 der Bedarfsplanungs-Richtlinie aufgestellt sind, vornehmen. Dabei werden nämlich gerade auch räumliche Faktoren, infrastrukturelle Besonderheiten und die Erreichbarkeit der Ärzte als Beurteilungsmaßstäbe genannt.

„Ich habe die Ministerin gebeten, sich darüber hinaus grundsätzlich der Bedarfsplanung der Kassenarztsitze für meinen Wahlkreis Hannover Land II anzunehmen: die Region Hannover, die die Größe des Saarlandes hat, wird bei der Planung stets als Einheit betrachtet. Es wird damit auf die besonderen Unterschiede zwischen ländlichem und städtischem Raum nicht ausreichend Rücksicht genommen. Eine Lösung dieses Grundproblems ist dringlich; denn die Problematik wird immer wieder an mich herangetragen“, so Flachsbarth abschließend.


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