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Pädagogien der Vielfalt stoßen auf großes Interesse

Freuen sich über den gelungenen Auftakt: Anna-Victoria Warnecke vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung, Antje Baumgarten aus dem Fachdienst Kinderbetreuung, Ausstellungsentwickler Michael Fink, Nadja Heinrichs von der VHS, Barsinghausens Erster Stadtrat Dr. Thomas Wolf und VHS-Geschäftsführer Kersten Prasuhn.

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Barsinghausen.

Rund 20 Besucher haben Freitagnachmittag eine Reise in das Land „Pädagogien“ unternommen und sich dort von der ganz eigenwilligen Stimmung umfangen lassen. Dabei haben sie mitunter sehr spezielle Regeln kennengelernt und auch manch drollige Sache mitgemacht. Anlass zu diesem Ausflug, der durch viel Ironie und Überspitzungen gekennzeichnet war, ist die Eröffnung der Ausstellung „Pädagogien der Vielfalt“ in den Räumen der Volkshochschule Calenberger Land am Langenäcker in Barsinghausen gewesen.

Eingeladen zu der Eröffnung sowie den um die Schau konzipierten sechs Workshops hatten die VHS Calenberger Land und der Fachdienst Kinderbetreuung. Finanziell unterstützt wurden die dreitägige Ausstellung und die Seminare vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung.

„Ich möchte den Besucherinnen und Besuchern Denkanstöße geben, ich möchte sie miteinander ins Gespräch über das eigene Handeln bringen“, umriss der Künstler und Autor Michael Fink die Intention der von ihm entwickelten Ausstellung. Schließlich machen Pädagoginnen und Pädagogen oft Sachen, „die wir oft auch anders machen könnten, aus bestimmten Gründen oder aufgrund bestimmter Ideen jedoch nicht anders machen“. Mithilfe der Ausstellungen sollen diese Gründe und Ideen hinterfragt werden, so Michael Fink weiter.

So wurde unter anderem die Sinnhaftigkeit des „Probierhappens“ infrage gestellt.  Obwohl er seit Generationen zum Einsatz komme, habe die Wissenschaft in Pädagogien noch nicht die Wirksamkeit dieses Instruments erschließen können, erklärte Michael Fink den Besucherinnen und Besuchern unter viel Gelächter bei einer Führung durch die Ausstellung. Für ähnlich viel Erheiterung sorgten seine Ideen zur „voll durchdigitalisierten Kita“ und zur „Bildungsautobahn“. Doch auch die Mitmach-Angebote wie etwa die Kombination von Satzfragmenten trafen den Nerv der Gäste, schufen sie doch Kreationen wie „Vegetarische Bratlinge sind total wild und lassen sich von Frauen überhaupt nichts sagen.“

Wie wichtig solche Ausstellungen und die daran anknüpfenden Workshops sind, hob indessen Barsinghausens Erster Stadtrat Thomas Wolf hervor. Der im Titel der Schau verwendete Begriff der Vielfalt sei sehr wichtig. „Bei uns steht das Kind als Individuum im Mittelpunkt und wir nehmen die Jungen und Mädchen in ihrer Vielfalt in unseren Einrichtungen an“, betonte er. Um den Kindern gerecht werden und auch den Bildungsauftrag erfüllen zu können, sei es wichtig, immer wieder neue Impulse zu bekommen.

Für die sechs Workshops hatten sich nach Angaben von Antje Baumgarten aus dem Fachdienst Kinderbetreuung und Nadja Heinrichs von der Volkshochschule rund 80 Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialassistentinnen und Sozialassistenten angemeldet. „Wir haben aber nicht nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Barsinghausen, auch aus anderen Kommunen haben wir Anfragen bekommen“, zeigte sich Antje Baumgarten mit der Resonanz zufrieden.


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