Anzeige
Anzeige
Anzeige

Laatzen diskutiert über Fairtrade

Zorah Birnbacher und Wilfried Rabe sichtlich zufrieden mit dem Interesse an Fairtrade.

Bild 1 von 2

Laatzen.

Mit der provokanten Fragestellung „Wie schmecken Fairtrade-Produkte?“ hatte die Leine-Volkshochschule zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Und mehr als 20 Interessierte folgten der Einladung ins Stadthaus. Laatzen ist seit 2018 Fairtrade-Stadt – eine von bundesweit 640 Kommunen.

Zorah Birnbacher von Transfair Deutschland gab einen Überblick über die wirtschaftsethischen Fragen, die seit den Sechzigerjahren die weltweiten Fairhandelsaktivitäten ausgelöst haben. Anhand des Kaffeehandels schilderte sie beispielhaft die Grundlagen fairen Handels: Kaffee ist nach Rohöl das weltweit meistgehandelte Produkt.

Im Vortrag kamen aber auch interessante historische Details zur Sprache. Kaffee aus Nicaragua war in der Anfangszeit des Fairen Handels eines der wichtigsten Produkte, sozusagen das Symbol für internationale Solidarität. Die sandinistische Revolution, die 1979 der Diktatur Somozas ein Ende setzte, schuf Grundlagen für eine eigenständige Entwicklung des Landes und seiner Bevölkerung.

In der lebhaften Veranstaltung erläuterte die Referentin gemeinsam mit Wilfried Rabe als Vertreter der Laatzener Fairtrade-Initiative viele Fragen rings um Fairtrade: „Wie funktioniert eine faire Handelskette“ oder „Wie kann der Anteil von Fairtrade-Produkten gesteigert werden?“. In der Diskussion wurden schlüssige Antworten erarbeitet: Letztlich käme es natürlich auf die Konsumenten im „Globalen Norden“ an, die durch einen vermehrten Kauf entsprechender Produkte für bessere, menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen im „Globalen Süden“ sorgen können. Zorah Birnbacher fasste den Fairtrade-Gedanken in einem Schlusssatz zusammen: „Handel auf Augenhöhe ist kein Zustand, sondern ein stetiger Entwicklungs- und Dialogprozess.“

Seitens der Veranstalterin Leine-Volkshochschule zeigte sich Bettina Heller sehr zufrieden: „Die Resonanz auf die erstmals angebotene Veranstaltung ist gut. Und die vermittelten Inhalte regen sicherlich zu einer Wiederholung in einem der nächsten Semester an“.

Zum Abschluss hatte Wilfried Rabe ein kleines Präsent für die Teilnehmer: eine Laatzener Einkaufstasche, die unter fairen Bedingungen hergestellt worden ist. Rabe: „Und das Fairtrade-Label an der Tasche soll Sie daran erinnern, beim nächsten Einkauf auf Fairtrade-Produkte zu achten!“ Interessierte an einer Mitarbeit wies er auf das nächste Treffen der Laatzener Initiative hin: „Wir treffen uns am Dienstag, 8. Oktober um 18 Uhr im Stadthaus in Laatzen-Mitte“.

Anzeige

Kommentare

Comments (0)

No comments found!

Wenn Sie diesen Artikel kommentieren möchten oder auf einen Kommentar antworten möchten, melden Sie sich bitte mit Ihren Zugangsdaten an.

Wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben, können Sie sich per Mail an kommentar@leine-on.de registrieren. Schreiben Sie in die Mail bitte Ihren Vor- und Zunamen, Ihre postalische Anschrift mit Straße, Postleitzahl und Ort sowie Ihr Geburtsjahr. Wir teilen Ihnen dann einen Benutzernamen und ein Passwort mit. Bitte haben Sie Verständnis, wenn dies nicht automatisiert binnen weniger Minuten erfolgt.

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Anmelden