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Fahrraddemo am Fuße des Südschnellwegs

Hemmingen. Pandemiekonform und polizeilich auf zwölf Radfahrer beschränkt, das waren die Voraussetzung für die Genehmigung einer Demonstration, die am Fuße des Südschnellwegs entlang von Ricklingen nach Döhren führte.

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"Wir wollen uns gemeinsam einen Eindruck verschaffen von der bevorstehenden gigantischen Naturzerstörung und der Verschandelung der Leinemasch", stimmte die Veranstalterin der Minidemo, Ingrid Wittkopf-Büchner aus Hemmingen, ihre Mitstreiter ein. Kann der Irrsinn einer 2,5 km langen Premiumrennpiste noch gestoppt werden, fragten sich die Teilnehmer. Viele der vom Verkehrsplaner in Ruhestand Dr. Rudolf Menke aus Hannover kenntnisreich vorgetragenen Argumente konnte Frauke Patzke, die Kandidatin für die Regionspräsidentschaft, ohne Wenn und Aber unterschreiben. "Die Planung nach der "Richtlinie für die Anlage von Autobahnen" aus dem letzten Jahrhundert ist in Zeiten des Klimanotstandes völlig aus der Zeit gefallen", stellt Rudolf Menke fest.

Die Fahrradtour führte den Teilnehmern dann vor Augen: Erst wenn man sich die Mühe macht, sich neben der Trasse zu bewegen, anstatt sie mit dem Auto zu befahren, erfasst man die Dimensionen und die Folgen einer Verbreiterung des Dammes um 10 Meter. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in 20 Jahren zur Rechenschaft gezogen werden, wieso solch ein Großprojekt umgesetzt wurde, obwohl alle wissenschaftlichen Experten immer deutlicher mahnen, dass der Klimawandel nur mit einer konsequenten Verkehrswende aufgehalten werden kann“, stellt Frauke Patzke am Ende der Veranstaltung fest. „Der Klimawandel kann nicht mit Worten und Wahlkampfversprechen aufgehalten werden - wir müssen jetzt als Gesellschaft entschlossen handeln.“ Da kam bei den Teinehmern, die bis auf Frauke Patzke schon deutlich im Rentenalter waren, neben der Traurigkeit über den zu befürchtenden Verlust doch wieder ein bisschen Hoffnung und damit Kampfeswillen auf.

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