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Gauß-Schüler mit Schülerfriedenspreis ausgezeichnet

Schüler der Carl-Friedrich-Gauß-Schule wurden mit einem besonderen Preis geehrt.

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Hemmingen / Region.

Das Seminarfach Filmbildung der KGS Hemmingen der Jahrgänge 11 und 12 hat im vergangenen Jahr im Rahmen des Förderprogramms der Stiftung Erinnerung-Verantwortung-Zukunft (EVZ) „Europeans for Peace" mit der polnischen Schule „Autorskie Licea Artystyczne i Akademikie" aus Wroclaw ein gemeinsames Projekt gegen Diskriminierung durchgeführt. Die Schüler befassten sich mit der Bildungssituation der Sinti und Roma - der größten europäischen ethnischen Minderheit. Aus der Beschäftigung mit dem Thema entstand der Film: „Sie haben mich als Mensch wahrgenommen - Schulerfahrungen mit Roma und Sinti". Er wurde im März 2016 in der Gedenkstätte Ahlem - passend zum Schwerpunkt der Gedenkstätte in dem Jahr – gezeigt. Die Schüler wurden nun für ihre Leistung von der Niedersächsischen Landesregierung mit dem Schülerfriedenspreis ausgezeichnet. Das Preisgeld beläuft sich auf 1.500 Euro

 

Im Rahmen einer Feierstunde im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung sind aus Osterholz-Scharmbeck, Hemmingen, Hannover und Peine mit dem Schülerfriedenspreis 2016 und dem Zivilcouragepreis 2016 ausgezeichnet worden. Darüber hinaus konnte Kultusministerin Heiligenstadt einen Sonderpreis für eine herausragende Einzelleistung an Abigail Mathew, Schülerin des Ratsgymnasiums Osnabrück, vergeben. Die Sieger erhielten jeweils eine Urkunde aus den Händen der Ministerin sowie Geld- und Sachpreise. Aufgrund der hohen Qualität der eingereichten Beiträge wurden in diesem Jahr zwei erste Preise vergeben. Anlässlich der Preisverleihung sagte Ministerin Heiligenstadt: „Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass müssen und wollen wir entschlossen entgegentreten. Der Schule kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Wir müssen alles dafür tun, dass sich dort alle Kinder und Jugendlichen von Beginn an zugehörig fühlen können, dass sie ein möglichst lückenloses Klima der Anerkennung und die Möglichkeit der Teilhabe vorfinden." Die Ministerin dankte allen Preisträgern für ihr Engagement und ermutigte sie, darin nicht nachzulassen: „Eine demokratische Gesellschaft lebt ganz wesentlich davon, dass sich möglichst viele einbringen und engagieren. Die heute mit dem Schülerfriedenspreis ausgezeichneten Projekte zeigen mustergültig, wie das an der Schule aussehen kann."

Der Schülerfriedenspreis des Niedersächsischen Kultusministeriums wird jährlich als Anerkennung für hervorragende Initiativen und über die Schule hinaus wirkende Projekte an Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte des Landes Niedersachsen sowie gegebenenfalls deren (auch ausländische) Partnerschulen verliehen. Ausgezeichnet werden Leistungen, die der Aufarbeitung von Terrorherrschaft und Diktatur, dem friedlichen Zusammenleben, der Völkerverständigung und dem interkulturellen Dialog, dem Abbau von Vorurteilen, der Vorbeugung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Gewalt sowie dem Einsatz für Zivilcourage dienen. Seit der erstmaligen Auslobung des Preises beteiligt sich die Westermann Gruppe mit Sachspenden an der Auszeichnung: Die Preisträger erhalten neben dem Preisgeld des Landes Gutscheine für Lehr- und Lernmedien.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Beruf Schule Osterholz-Scharmbeck mit dem Projekt „Unsere Neuen“ und die Ludwig-Windthorts-Schule zusammen mit der Tellkampfschule und Südstadtschule Hannover mit dem Projekt „Sichweiten, Anne F.“ Der Zivilcouragepreis ging an das Gymnasium am Silberkamp Peine mit dem Projekt: „Whatever meets Refugees“. Den Sonderpreis erhielt Abigail Mathew vom Ratsgymnasium Osnabrück mit einem Kinofilm über das Schicksal ihres Urgroßvaters.