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Evestorfer "Osterfeuer": Die Gedanken sind frei

Um 19.02 Uhr erhalten Ernst Herbst und Sabine Meyer als Veranstalter Hinweise von der Polizei und dem Ordnungsamt der Gemeinde Wennigsen.

Evestorf. Am schärfsten hat sich die örtliche CDU von diesem "versteckten Osterfeuer" distanziert - und sich damit klar gegen ihren Parteichef Ernst Herbst positioniert. Der hat mit Sabine Meyer und einer knappen Hand voll Helfer heute die Feldmark zwischen Holtensen und Evestorf illuminiert - nach seiner Auffassung mit einem Mahnfeuer, andere sehen es als einen "Trick", um ein Osterfeuer durchzuführen. Wir waren vor Ort und haben zugesehen.

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Um 17.30 Uhr waren Polizei und Ordnungsamt vor Ort und inspizierten die Versammlungsstelle. Gegen 18 Uhr erschien dann auch als Anmelder Evestorfs Ortsbürgermeister Ernst Herbst, kurz danach die nach eigenen Angaben als "Mitveranstalterin" auftretende Sabine Meyer, bis September 2013 Herbsts Stellvertreterin im Ortsrat. Kurze Aufregung: die Region hatte angewiesen, dass die Feuerstelle nebst Sitzgelegenheiten (Strohballen) mit Flatterband eingegrenzt werden muss, um Teilnehmer und Dritte zu differenzieren. Dass das einen guten Grund hatte, wurde gegen 19 Uhr klar, als die Veranstaltung beginnen sollte. Bis dahin hatten sich nämlich nur die Veranstalter und ihre Ordnungskräfte sowie die Musiker eingefunden. Sabein Meyer verteilte eifrig an die Teilnehmer "Buttons" - und wurde bis 19.15 Uhr davon nur drei los. Zu Beginn der Veranstaltung um 19 Uhr hielten sich allerdings zwei der drei Personen außerhalb der Versammlungsstätte auf - nur Hartmut Falkenberg, bis 2009 Ortsbürgermeister von Evestorf, war als Teilnehmer vor Ort. Wäre auch er nicht in der abgesteckten Versammlunggsstätte gewesen, wäre die Veranstaltung samt Mahnfeuer entfallen. So loderten die Flammen des "Mahnfeuers" zu den Klängen von "Die Gedanken sind frei" durch die Feldmark.

Eine andere Vorgabe der Region war es, dass um 21 Uhr die Veranstaltung beendet und um 21.30 Uhr das Feuer aus und der Ort geräumt sind. Das hat nicht geklappt - um 22 Uhr war das Feuer aus und damit nach der Sperrstunde der Region Hannover.

Die daraus folgenden Konsequenzen dürften wohl noch das geringste Problem von Ernst Herbst sein. Über die Parteigrenzen hinweg, insbesondere aber durch seine eigene Partei, die CDU, durch seinen Ortsrat und die Dorfgemeinschaft zieht sich eine klare Linie: Kopfschütteln und klare Distanzierung von Herbsts Veranstaltung, nachdem am Donnerstag Wennigsen die Spitze der 7-Tages-Inzidenz in der Region erklimmt hatte. Ob er als Ortsbürgermeister und CDU-Chef im Amt bleibt, werden die nächsten Tage zeigen.

Wie alles begann und was die Politik im Detail dazu gesagt haben, finden Sie nachfolgend über die Links unter "verwandte Nachrichten".

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