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Landwirtschaft besorgt Grundlagen des Lebens

Foto: Landvolk

Region.

Bauer sowie junge Landwirte sind gemeinsam auf dem Weg, die DĂŒngeverordnung umzusetzen. „Wir alle sehen es als unsere Aufgabe und auch als unser BerufsverstĂ€ndnis an, GewĂ€sserschutz zu betreiben. Wir wissen sehr wohl, dass es hier um die Grundlagen des Lebens geht, wie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner immer gerne betont, denn wir arbeiten mit und fĂŒr die Natur. Wir sorgen fĂŒr die Grundlagen des Lebens.“ Das sagt LandvolkprĂ€sident Albert Schulte to Brinke und betont, es gebe keine Blockadehaltung in der Landwirtschaft gegenĂŒber Neuerungen. Die erst 2017 geĂ€nderte DĂŒngeverordnung werde konsequent von den Landwirten umgesetzt, „positive VerĂ€nderungen registrieren wir bereits“ ergĂ€nzt der LandvolkprĂ€sident. So wurde der MineraldĂŒngereinkauf um mehr als 23 Prozent verringert, Tierhalter haben ihre ViehbestĂ€nde reduziert. „Zusammen mit innovativen Ausbringungstechniken sind das Maßnahmen, die dazu beitragen, eine Trendumkehr bei den kritischen Messstellen zu erreichen. Wir haben in Niedersachsen Trinkwasser mit 5,2 Milligramm Nitrat je Liter ohne Aufbereitung“, zeigt Schulte to Brinke auf. Um diesen hervorragenden Wert zu halten, fordert er gezielte Maßnahmen an belasteten Grundwassermessstellen statt flĂ€chendeckender DĂŒngeverbote. Diese Forderung haben er und die PrĂ€sidenten weiterer LandesbauernverbĂ€nde vor mehr als 6.000 Landwirten, Bauern, Tierhaltern und vielen Menschen, die im Agrarsektor arbeiten, am Donnerstag auf einer Kundgebung in MĂŒnster betont. Sie alle haben ihren Unmut ĂŒber die erneute VerschĂ€rfung der DĂŒngeverordnung auf dem Domplatz kundgetan. Niedersachsens Landwirte sind bereit, VerbesserungsvorschlĂ€ge umzusetzen, doch eine VerschĂ€rfung der DĂŒngeverordnung mit einer pauschalen Reduzierung der DĂŒngung um 20 Prozent ist fachlich nicht haltbar und fĂŒhrt zu MangelernĂ€hrung der Pflanzen. „Die Kooperation von Landwirtschaft und WasserwirtschaftsverbĂ€nden hat sich in der Praxis bewĂ€hrt, und wir werden weiter gemeinsam an Verbesserungen arbeiten. Begleitende Förderprogramme fĂŒr innovative Techniken und gewĂ€sserschĂŒtzende Landbewirtschaftung können fĂŒr die Landwirtschaft hilfreich sein, aber sinnvoll wĂ€re es, die 2017 beschlossene DĂŒngeverordnung erst einmal wirken zu lassen“, erklĂ€rt Schulte to Brinke abschließend. Ein Blick in die NachbarlĂ€nder zeige, dass es einst dramatische Einschnitte in den Niederlanden und DĂ€nemark gegeben habe. Doch aufgrund einer gegenĂŒber Niedersachsen deutlich intensiveren Tierhaltung mit 300 Prozent mehr Tieren pro Hektar in den Niederlanden und 130 Prozent mehr in DĂ€nemark, bezeichnet er diesen Vergleich als „hinkend“.