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Haus- und Grundeigentümer-Verein peilt 1000 Mitglieder an

Vorsitzender Carsten Becker

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Barsinghausen.

Das Ziel des Haus- und Grundeigentümer-Vereins Barsinghausen ist es für den Vorsitzende Carsten Becker, eintausend Mitglieder bis zum Jahr 2021, dem 100. Jubiläumsjahr des Vereins zu erreichen. Aktuell seien 668 Mitglieder verzeichnet. Zahlreiche Werbeaktionen und der Ausbau der Zusammenarbeit mit Vorteilspartnern sind geplant, um neue Vereinsmitglieder zu gewinnen. Als besondere Werbemaßnahme werden am Sonntag, 31. März, Hausbewohner oberhalb der Bahnlinie in Egestorf mit knusprigen Brötchen des Kooperationspartners, den Stadtwerken Barsinghausen, verwöhnt. „Die Brötchenaktion hat eine sensationelle Resonanz erzielt“, so Becker, „und es wird weitere Neumitglieder- Gewinnungsaktionen geben.“

Ein inhaltliches Thema des Vereins ist die Straßenreinigungsgebühr. Es scheint ein wahrer Behördendschungel, wenn es um die neue Satzung der Straßenreinigungsgebühr geht. Der bisherige „Frontmetermaßstab“ wird seit einem  im Jahr 2017 gefällten Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg (OVG) durch den „Quadratwurzelmaßstab“ ersetzt, berichtete Becker. „Das bedeutet, dass nicht wie bisher die Frontmeterlänge eines Hausgrundstücks für die Höhe der Gebühr ausschlaggebend ist,“ so Michael Huschenhöfer, Stadt Barsinghausen, Fachbereich Bauen, „sondern die Quadratwurzel der Grundstücksgröße.“ Der neue Veranlagungsmaßstab solle eine gerechtere Verteilung der Gebühren zur Folge haben. Bedingt durch die Nach- und vor allen Dingen Neuberechnung der zu entrichtenden Gebühren wurden die Bescheide mit erheblicher Verzögerung an die Haushalte verschickt. 430 Widersprüche gegen diese jüngst versandten Straßenreinigungsgebühr-Bescheide liegen der Stadt Barsinghausen inzwischen vor. „Wir werden alle diese Widersprüche sichten und prüfen, drei exemplarische Beispiele auswählen und gegebenenfalls Verfahren anstreben.“ 

In der Gesamtsumme blieben die Einnahmen der Straßenreinigungsgebühren für die Stadt Barsinghausen gleich, eine versteckte Erhöhung der Gebühren gebe es somit nicht, so Huschenhöfer, das Gegenteil sei der Fall. Allerdings, und er sei sich des Unmutes der betroffenen Besitzer sicher, müsse darauf hingewiesen werden, dass der eine oder andere Grundstücksbesitzer künftig einen kleineren oder größeren Anteil an der Gesamtsumme zu zahlen habe. Das Ziel des Rates Barsinghausen sei eine angestrebte Senkung der Kosten. Statt der wöchentlichen Straßenreinigung in den Sommermonaten würde über einen 14tägigen Rhythmus nachgedacht. Sofern es die künftigen Barsinghausener Winter zuließen, sollen die Streudienste in den Wintermonaten nur dann auszurücken, wenn es die Wetterbedingungen erforderlich machten. Weniger Kosten bedeuteten weniger Umlagen auf die Haus- und Grundbesitzer.